RickysKaro
Nimm dein Leben in die Hände

Ein paar Hinweise, nicht nur für Kranke

  • Ess- und Trinkgewohnheiten überprüfen und wenn möglich regulierend eingreifen.
  • Nahrungsergänzung ist wichtig, wenn Darmfunktion und Darmflora gestört sind.
  • Nahrungsmittel sollen bio-verfügbar sein und vom Körper aufgenommen und verwertet werden können.
  • Problematische Trägerstoffe vermeiden - unnötige Belastung des Organismus.
  • Es muss nicht alles BIO sein. Aber frisch und möglichst aus der Region ist schon mal ein Anfang.
  • Gut gekaut ist halb verdaut.- bei Schleimhautdefekten im Mund gute Mundhygiene sowie Zahnpflege.
  • Nicht nur die Menge, sondern auch die Zubereitungsform ist extrem wichtig.
  • Ernährungsratgeber kritisch prüfen. Bei Ileostoma-Ratgebern steht oft: Pilze verboten. Richtig ist, ganze Pilze sind verboten. Pilzpulver sind durchaus erlaubt und gesundheitsfördernd (siehe Heilpilze- Mykotherapie).
  • Große Stücke und faserhaltige Produkte im Mixer zerkleinern. (Ist auch sehr wichtig bei Stoma- und Darmstenosen.)
  • Fenchel, Anis und Kümmel entblähen den Bauchraum, füllen aber den Stomabeutel schnell mit Luft! Achtung: Überdruck! Beutel bläht sich schnell wie ein Ballon auf.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien und Umweltgifte, die mit der Nahrung aufgenommen werden, schädigen die Darmflora und verändern das Ausscheidungsverhalten.
  • Wenn die Fettverdauung gestört ist, können langkettige Fette nicht verstoffwechselt werden.
  • Auch der sogenannte „Powerfood“ kann den überzüchteten Darm überfordern. Achtsamkeit auch bei Dünndarmstomata.
  • Spurenelemente, Mineralien und Bodenstoffe sind für alle Menschen wichtig. Werden aber vom Stomaträger oft nur unzureichend aufgenommen.
  • Gesundes Wasser ausreichend trinken. Glasflaschen oder LDPE Flaschen verwenden. Polycarbonatflaschen sind auch erlaubt. Weiche Plastikflaschen belasten uns und die Umwelt.
  • Fruchtsäfte wegen der Fruchtsäure verdünnen und langsam trinken. Rote Säfte / Beeren bevorzugen.
  • Zucker, vor allem die Synthetischen, können abführend wirken.
  • Alkohol in kleinen Mengen und geringen Prozenten ist durchaus erlaubt. Bier zählt in Bayern eh zu den Nahrungsmitteln, das hat schon Hildegard von Bingen gewusst. Guter Rotwein nützt sicher mehr als er schadet. Achtung bei hochprozentigem Alkohol: es kommt unten bedeutend mehr raus wie oben rein, da das antidiuretische Hormon ADH seine Aufgabe bei Dünndarmverlust oder Dünndarmstörung nicht wahrnehmen kann.
  • Auch mal den eigenen Gelüsten nachgeben. Der Körper zeigt uns schon was er braucht.
  • Menschen mit Dünndarmstoma dürfen im Normalfall durchaus nachsalzen, das sie schneller Elektrolyte durch die dünnflüssigen Ausscheidungen verlieren.
  • Eventuell Elektrolytdrinks oder Isogetränke mit sich führen. Bei Flüssigkeitsverlust kann auch ein Cola Wunder wirken und den Haushalt schnell wieder auffüllen. Vorsicht im Sommer bei großer Hitze und Schwüle.
  • Bananen, Reisschleim, Apfelpektine, Flohsamenschalen fein gemahlen können den Stuhl bei verkürzter oder zu schneller Darmpassage eindicken. Für die Verordnung entsprechender Medikamente wie Immodium und/oder Opiumtropfen ist der Arzt zuständig.
  • Vitamine wie B12, Folsäure und Mineralien sollten in Spritzenform oder in wässrigen Lösungen eingenommen werden und lange im Mund gehalten werden da ein Teil der Stoffe bereits über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Für ausreichend Flüssigkeitsaufnahme gleichmäßig über den Tag verteilt sorgen.
  • Scharfe Gewürze wie Pfeffer, Paprika und Curry meiden, zumindest in der Anfangszeit.
  • Strenge Diätvorschriften gelten in der postoperativen Phase, bei Chemo- und Strahlentherapie, bei Magendarminfekten, bei Kurzdarmsyndrom, bei High Output Fisteln und bei Säuglingen.
  • Bei Schwindel, Doppelbildern, Somnolenz, Wadenkrämpfen, Ohnmacht unverzüglich Arzt oder Klinik aufsuchen.
  • Beim Gallensalzverlustsyndrom können sie nicht mehr gegen den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust antrinken, es besteht die akute Gefahr des Nierenversagens.

Der Darm, die Blase, die Lunge und die Haut sind unsere Ausscheidungsorgane, Entgiftungsorgane, aber auch unsere Stressorgane und reagieren entsprechend beleidigt bei Nichtbeachtung Ihrer Bedürfnisse. Schon mal was vom Bauchgehirn gehört?

Es geht nicht nur darum, was wir essen und trinken, sondern auch darum, was wir ausscheiden. Zur Einfuhr gehört auch die Ausfuhr. Es ist nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Essens und Trinkens zu berücksichtigen. Ausscheidungsbeurteilung, wie Farbe, Geruch, Beschaffenheit und Beimengungen sind genauso wichtig.

Gerne biete ich Ihnen unterstützende Produkte aus meinem Handelssortiment von ausgewählten Lieferanten an.

Kennen sie das Buch „Du bist nicht krank sondern durstig“? oder „Darm mit Charme“? … ich habe selten eine so ansprechende Lektüre über unser Verdauungssytem gelesen.

Meine Beratung richtet sich gezielt an die Stoma-Träger und ersetzt nicht die Beratung durch den Arzt, Heilpraktiker und / oder Ernährungsfachkräfte,